Die Bedeutung des Restaustenitgehalts in Stählen ist im Hinblick auf die Maßbe-ständigkeit sehr groß. Bereits
geringe Restaustenitgehalte können durch eine nachträgliche Umwandlung vor und während der Bauteilnutzung zu nicht
tolerierbaren Maßänderungen führen. Nicht selten werden daher heute spezielle Maßnahmen ergriffen, den Restaustenit umzuwandeln.
Immer wieder zeigten die praktischen Ergebnisse der betrieblichen Wärmebehandlung jedoch, dass der Restaustenit nicht vollständig und nicht immer reproduzierbar zerfällt.
Die Abschreckgeschwindigkeit, der Zeitpunkt der Tiefkühlung und ggf. vorher durchgeführte Entspannungsglühungen, die Höhe der Anlasstemperatur, die Anzahl der
Anlassbehandlungen etc. beeinflussen das Ergebnis des Restaustenitzerfalls mitunter beträchtlich.
Von den bekanntesten Vertretern der Werkzeugstähle aber auch der Einsatzstähle werden gezielte Wärmebehandlungsfolgen unter Labor- und
Betriebsbedingungen durchgeführt. Von allen Wärmebehandlungszuständen werden die Restaustenitgehalte röntgenographisch vermessen.
Der Abschlussbericht kann auch von Nichtmitgliedern zu einem Preis von
975,- € + gesetzl. MwSt. erworben werden.
Die aktuellen Versionen 2011 der Datenbank StahlWissen® und des Gefügeatlas MetalloRom sind fertiggestellt worden. Informieren Sie sich über die Neuheiten.