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Mensch und Arbeit
400 Jahre Geschichte der Arbeit in der bildenden Kunst
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Klaus Türk
(Herausgeber) Milwaukee School of Engineering. Klartext VerlagsgmbH, Essen
1. Auflage 2003, 432 Seiten - 74,00 € - ISBN 3-89861-209-0
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Es war keine Absicht in dieser Ausgabe bei den Buchbesprechungen einen Schwerpunkt in der Technikgeschichte
zu setzen. Doch bei genauerem Hinsehen liegt dies tatsächlich vor. Denn auch dieses Werk regt eher die
Sinnlichkeit der Künste als die ingenieurmäßige Dokumentation an. Es ist einfach schön, in diesem Werk
zu blättern und sich mit knappen Text und wunderschönen Kunstdrucken einen Überblick über das Thema Mensch
und Arbeit zu verschaffen. Frühe Hochofengemälde aus dem 16. Jahrhundert findet der interessierte Leser
ebenso wie die stets beeindruckenden leuchtenden Farben in Bildern der vorindustriellen Schmiedearbeit.
Vielfach verrät der Ausdruck des Schmiedes die sich beim Schmieden einstellende gehobene freundliche
Stimmung. Das Gestalten ist also nicht nur durch harte körperliche Arbeit geprägt, sondern auch durch
Wahrnehmung von Freude des Erstellten. Die stets sehr konzentrierten und eher ernsten Gesichtsausdrücke
der Bergleute unterscheiden sich deutlich.
Die Darstellung der Montanindustrie im 19. Jahrhundert führte unweigerlich zur Dominanz der Maschinen-
und Anlagentechnik. Der Mensch tritt immer stärker in den Hintergrund.
Dieses Verhältnis ändert sich wieder markant als der industrielle Aufbau nach dem 2. Weltkrieg dokumentiert
wurde. In diesen Bildern finden wir die Trümmerfrauen, die Bauarbeiter mit Schubkarre, den Stahlbauer,
die Einrüstung des Brandenburger Tors und vieles andere mehr.
Dieser hervorragend gestaltete Kunstdruck spiegelt nicht nur die industriellen Arbeitstechniken wider.
Es finden sich auch Tätigkeiten wie Federschleißen, Korkenherstellung, zahnärztliche Arbeiten zum Ende
des 17. Jahrhunderts oder auch Klavierbautechnik.
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