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Metallografie
Hermann Schumann, Heinrich Oettel (Hrsg.)
WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
14. neubearb. Auflage 2005, 976 Seiten mit zahlreiche Abbildungen
Preis: 94,90 €
ISBN-10: 3-527-30679
ISBN-13: 978-3-527-30679-4
Es gibt Fachbücher, denen schon bei der Namensnennung eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird. Bei dem Klassiker für alle metallographischen Arbeiten "dem Schumann" ist das zweifelsfrei so. Über mehr als fünf Jahrzehnte stand und steht dieses Werk Pate bei der Ausbildung zur metallographischen Fachkraft und bei der Lösung metallographischen Aufgaben jeglicher Art. Prof. Hermann Schumann ist längst verstorben und die 14. Auflage wurde von Prof. Heinrich Oettel herausgegeben. An dem fast magischen Klang "dem Schumann" hat sich aber nichts geändert.

Mein erster Schumann aus dem Erscheinungsjahr 1962 (4. Auflage) steht noch immer im Bücherregal. Interessanterweise wird in dem Vorwort der damaligen Aussage berichtet, dass dieses Buch vom Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig als eines der "Schönsten Bücher des Jahres 1958" gekrönt wurde.

Die aktuelle 14. Ausgabe ist mit fast 1000 Seiten sehr umfangreich und beinhaltet ein enormes Grundlagen- und Spezialwissen. Die Beschreibung allein der metallographischen Präparation ist so detailliert und technisch wie wissenschaftlich präzise, dass selbst der/die geübte und erfahrene Mitarbeiter/in stets neue Anregungen erhalten kann. In der modernen Metallografie hat selbstverständlich die digitale Dokumentation der Gefüge längst Einzug gehalten und hierauf wird grundlegend eingegangen.

Einen sehr breiten Raum nehmen traditionell die Beschreibungen der binären und ternären Gleichgewichtssysteme und die daraus ableitbaren metallischen Werkstoffe ein. Typische Gefügezustände, aber auch zahlreiche anormale Gefügeausbildungen werden dokumentiert.

Bei der Dokumentation der Gefüge wurde auf eine numerische Angabe der Vergrößerung verzichtet. Statt der Vergrößerungsangabe wurde, wie heute üblich, ein Maßstab in das Bild eingebracht. Dies ist sicherlich für den Einsatz in der Lehre sehr vorteilhaft, wenn z.B. ein Gefüge auf die Leinwand projiziert wird.
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