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| Spanen - Grundlagen |
Hans K. Tönshoff und Berend Denkena
(Herausgeber) Springer-Verlag Berlin, Heidelberg 2004
2. Auflage, 417 Seiten, 79,95 €. ISBN 3-540-00588-9
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Das Fertigungsverfahren Spanen ist ein klassisches fertigungstechnisches Thema, weshalb die Frage aufkommen mag, warum
ein derartiges Buch hier im Wärmebehandlungsmarkt besprochen wird. Immerhin sind sehr viele Bauteile, die in einem
Wärmebehandlungsbetrieb zur Wärmebehandlung landen, vorher zerspant worden. Die wärmebehandelten Bauteile werden dann
vielfach im harten Zustand geschliffen. Mit diesen Themen setzt sich dieses fundierte Lehrbuch kompetent auseinander.
In Kapitel 6 wird der Werkzeugverschleiß und in Kap. 6.6 speziell der Werkstoffeinfluss auf den Verschleiß beschrieben.
Das Kapitel 15 - „Oberflächeneigenschaften“ macht sehr eingehend deutlich, welchen Beanspruchungen ein Werkstück bei
der zerspanenden Bearbeitung ausgesetzt ist. Sehr anschaulich und gut verständlich wird die Entstehung von
Eigenspannungen bei der Spanbildung erläutert.
So wird u.a. der Verformungsgrad beim Drehen von C45 in Abhängigkeit von der Eindringtiefe beschrieben und
grafisch dargestellt. Es wird erläutert, zu welcher Härtesteigerung eine Wasserstrahlbehandlung an einsatzgehärteten
Stählen führt. Für die thermochemischen Wärmebehandlungen dürfte das Kapitel 16 „Kühlschmierstoffe“ ebenfalls
sehr interessant sein.
Angesichts der zahlreichen Anknüpfungspunkte zwischen der Fertigung und der nachfolgenden Wärmebehandlung
wurde nur der Hinweis zur Beseitigung fertigungsbedingter Eigenspannungen vermisst. Ein derartiger Hinweis
würde manche Diskussion über Ursachen für unerklärbare Maßänderungen nach der Wärmebehandlung sachlicher gestalten können.
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